Rolemaster - Die fallenden Würfel

Kapitel 55: Das nasse Ende einer Reise und ein neuer Anfang

Die Gruppe erwacht nach einem vermutlichen Schiffsbruch an einem Strand und wird von den dortigen Einwohnern skeptisch begrüßt. Man verschafft sich Arbeit um an Geld zu kommen, stellt dabei aber fest, dass nichts mehr so ist wie es eigentlich sein sollte, denn jeder sieht irgendwie anders aus. Man bringt Trockenfleisch von A nach B, hilft einem alten Zausel und beginnt mit dem Abriss eines verfluchten Waisenhauses.

30.04.1456 des 3. Zeitalters, morgens, am Strand
Der Himmel leuchtet blau, Möwen kreischen und die Mitglieder der Gruppe erwachen, ziemlich verstreut liegend an einem Strand. Die Münder sind Sand und Seewasser gefüllt, die Kleidung ist zerfetzt und die geliebte Ausrüstung verschwunden, genau wie das Himmelsschiff, Belakane und die in Lan eingeschlossenen Gefährten. Die hiesigen Einwohner sind recht schnell auf die Neuankömmlinge aufmerksam geworden und mustern diese skeptisch. In unmittelbarer Nähe zum Strand kann man eine kleine Fischerstadt erkennen, umringt von einer kräftigen Palisade, welche durch Wachtürme verstärkt worden ist. Man sammelt sich und bemerkt, dass nichts mehr so ist wie war. So hat Naraja, der Tiefling, keine Hörner und auch keinen Schwanz mehr. Als sich die Gruppe wieder zusammen gefunden hat fragt Tirdas die Einwohner, wo und vor allem nach dem wie. Eine Frau im besten Alter, fett, hässlich und schmutzig dringt nach vorne und beginnt zu lachen. Die Gruppe stutzt, verfällt dann aber wieder in ihre alten Gewohnheiten. So meint Lewelljen, dass die Zwerge endlich mal gebadet hätten und der Kronk fragt nach seiner Axt. Die Frau antwortet auf alle Fragen mit nur einem Satz, welcher der Menge ein Raunen entlockt. „Kein Mensch wird mit einem Netz rausgefischt und lebt noch…“

Es stellt sich heraus, dass man an der Nordküste von G’Thal, unweit des Orts Parinov an den Strand gespült worden war. Doch viel mehr kann sich die Gruppe nicht mit den Einwohnern unterhalten, denn es kommen einige Stadtbewohner hinzu. Eine der Wachen ruft „Macht Platz für den Rat!“ woraufhin sich die Menge teilt und ein hochgewachsener Mann mit dunkler Hautfarbe und dunklen Augen hervortritt. „Erlaubt mich euch vorzustellen…“ beginnt er, Tirdas entgegnet ihm „Erlaubnis erteilt!“ worauf der Pixie in schallendes Gelächter ausbricht. Mit einem skeptischen Blick stellt sich der Mann als Scharlat Atensiet, Bürgermeister von Parinov vor. Man erzählt die Reisegeschcihte der Gruppe, welche allerdings nicht geglaubt wird, daher wird die Gruppe unter Geleit von Stadtwachen zum Rathaus von Parinov gebracht. Dort werden die Gesichter der Gruppe mit den hiesigen Steckbriefen verglichen, allerdings findet man keine Gemeinsamkeiten. Zudem stellt sich heraus, dass das Datum ein gänzlich anderes ist. So wird der 1. Dezember 6058 geschrieben.

1. Dezember 6058, Parinov, Rathaus
Die Abenteurer bitten nach Kleidung und einer Unterkunft. Diese Bitte wird allerdings nur widerwillig gewährt und auch erst nach dem der Name Melnibonor fällt. Es stellt sich heraus, dass der Herr Melnibonor ein „Reichsedler“ welcher ein großes Anwesen einige Tagesreisen von Parinov unterhält. Allerdings gilt dieser seid einiger Zeit als verreist, aber der Stadtrat schickt einen Boten zu dessen Anwesen. Der Bürgermeister lädt die Gruppe ein im Gasthaus „Zum weißen Wolf“ zu verweilen, untersagt jedoch die Weiterreise. Sodann bezieht die Gruppe ihre Zimmer in diesem Gasthaus. Man hört sich um, befragt André den fetten Gastwirt, die Frau vom Strand, sowie einen anderen Besucher, welcher sich als Todaeus Abrakin vorstellt. Er scheint ein Stadtzauberer zu sein und berichtet über Schlafwandeln, Importweine aus Darnassus, von einem Alpjäger und einem Traumheiler der in der Stadt Slamurath seinen Geschäften nachgeht. Aufgrund der Erfahrungen mit dem Tukkermoor und den eingeschlossenen Gefährten und der Suche nach Chinta beschließt die Gruppe nach Slamurath aufzubrechen. Allerdings geht man zunächst Schlafen.

2. Dezember 6058, Parinov, Gasthaus zum weißen Wolf
Am Morgen erwacht die Zwergin zu erst, geht sich waschen und vertreibt den Koch aus seiner Küche. Nach einer Weile ist ein ordentliches Frühstück zubereitet, welches die Gruppe stärkt. Nach dem Frühstück geht die Gruppe zum Hafen und spricht mit der fetten, hässlichen Frau. Diese wurde bereits von Todaeus unterrichtet und hat bereits einen Karren mit Stockfisch bereitstellen lassen. Der Stockfisch sei eine Lieferung, die nach Slamurath gebracht werden müsste. Man stattet die Gruppe mit dem notwendigsten aus und beschreibt den Weg, welcher ungefähr zwei bis drei Tage dauern sollte. Die Gruppe bricht auf. Gegen Abend erreicht man in einem Wald ein Schwemmhaus, wo sich Holzarbeiter tummeln. Anders als in Parinov wird man hier sehr freundlich aufgenommen. Man kommt ins Gespräch, dabei erfährt man von einem getöteten Holzarbeiter und führt Stammtischgespräche über zu hohe Steuern. Nach der ereignislosen Nacht setzt die Gruppe ihren Weg weiter fort.

3. Dezember 6058, Schwemmhaus in einem Wald, später Burg Karator
Die Gruppe folgt dem Weg, Kasra findet unterwegs Beterimoos und als ein Unwetter aufzieht beeilen sich alle um eine Burg zu erreichen, welche als Nachtlager empfohlen wurde. Die Burg, welche definitiv schon bessere Zeiten erlebt hatte, riecht nach Muff, Fäkalien und anderen Unrat. Zudem sind die meisten Gebäude verfallen. Mit vorsichtigen Schritten betritt man dass Haupthaus und trifft auf den alten Burgherren Lubomir. Dieser hielt gerade eine Totenwache für seinen verstorbenen Landknecht Boris ab. Man beschließt dem alten Burgherren zu helfen. Lewelljen und der Kronk übernehmen die Totenwache und Segrima versucht etwas zu kochen. Der Kronk findet in den Räumen der Burg zwei Schwerter und einen Schild, möchte diese dem Herren Lubomir jedoch nicht stehlen, sondern sie auf ehrliche Art und Weise verdienen.

Lewelljens Traum, während der Totenwache I
Während der Totenwache hört Lewelljen Kratzgeräusche hinter dem Sarg vom verstorbenen Landknecht. Wenig später kommen 6 Kobolde hervor und befehlen dem Elben die Leiche des Verstorbenen aufzunehmen. Zudem geben sie ihm die Anweisung wo der Knecht zu begraben sei. Allerdings entpuppt sich dieses Vorhaben als nicht so leicht, denn erst kurz vor Sonnenaufgang und nach mehreren passenden Stellen schafft es Lewelljen den Knecht zur letzten Ruhe zu betten.

4. Dezember 6058, Burg Karator
Als Lewelljen aus seinem Traum erwacht, liegt der Knecht immer noch vor ihm. Von dem seltsamen Traum angetrieben untersucht er den Verstorbenen und bemerkt, dass dieser abgeschnittene Ohren hatte und schließt daraus, dass dieser elbischer Herkunft sein musste. Die Gruppe macht sich derweil an die verschiedensten Arbeiten. Segrima kocht, der Kronk richtet die Fensterläden und Tirdas blickt in einen Spielen und hat das große Verlangen sich seine Haare zu bürsten. Diese Arbeiten nehmen den gesamten Tag in Anspruch sodass man beschließt eine weitere Nacht auf der Burg zu verbringen. In der Nacht beschließt Lewelljen erneut die Totenwache zu übernehmen.

Lewelljens Traum, während der Totenwache II
Während der Totenwache gelangt Lewelljen in einen hellerleuchteten Raum. Dieser hat geweißte Wände und bunte Figuren säumen die Wände. Anders als die Luft auf der Burg ist es hier heiß und trocken. In der Mitte des Raumes steht ein großer steinerner Sarkophag auf welchem die in Lan eingeschlossene Chinta liegt, zudem steht auf dem Sarkophag ihr Name. Der gesamte Raum wirkt wie Grab. Lewelljen holt den Nabel der Göttin hervor und spürt, dass das Lan eine Art Leitmagie ist und die Hieroglyphen, welche auf dem Boden und den Wänden geschrieben stehen magisch sind. Zudem erkennt der Elb, dass die Hieroglyphen Schutztexte darstellen, die Frevler vom eindringen in die Grabkammer fernhalten sollen. Lewelljen untersucht die Gegebenheiten weiter und stellt fest, dass hier keine Essenzmagie und auch keine Mentalmagie vorherrschen. Schließlich findet der Elb heraus, dass der Ort an dem er sich befindet etwa 15.000 Kilometer von der Burg Karator entfernt ist, allerdings auf einer anderen Welt. Daraufhin versucht er in Rückbesinnung, welche nicht funktioniert

5. Dezember 6058, Burg Karator, später in Slamurath
Der Elb weckt die Gruppe und erzählt von seinen Erlebnissen. Tirdas erzählt von dem Spiegel, woraufhin die Gruppe dort hin geht und man feststellt, dass der Spiegel von einem verlangt gewisse Dinge zu tun. Lewelljen meditiert vor diesem Spiegel und findet heraus, dass die Aktivierung von jemand anders erfolgt. Nach dem der tote Landknecht aus der Burg gebracht wurde, bricht die Gruppe ebenfalls auf und erreicht am gleichen Tag die Stadt Slamurath und übergibt den Karren mit dem Stockfisch. Schließlich kehrt man in das Gasthaus zum Schwurbecher ein. Dort geht der Tiefling in einen falschen Keller und sieht wie 11 kopflose Frauen ihre blutbeschmierten Kleider waschen. Etwas verstört kehrt der Tiefling zurück zur Gruppe und man beschließt sich zu stärken. Als der Wirt zur Gruppe stößt erzählt Naraja diesem von seinem Erlebnis im Keller, doch der Wirt zuckt nur mit den Schultern.

6. Dezember 6058, Slamurath
An einer ruhigen Nacht wird die Gruppe zum Lindenwirt geschickt, dort scheint es wohl Arbeit zu geben. Und in der Tat bekommt die Gruppe den Auftrag ein altes Waisenhaus abzureißen. Als Entlohnung winkt jedem Mitglied ein Bronzestück pro Tag. Begierig darauf Geld zu verdienen beginnen alle mit den Abrissarbeiten. Segrima untersucht das Haus und markiert Stellen, die lieber nicht betreten werden sollten, da sonst das gesamte Haus einstürzen könnte. Im Erdgeschoß findet die Gruppe eine alte Steintafel, welche zugemauert war.

Gedenktafel
Bet‘ um ihre Seelen Elfe
das den Kinder einstens helfe
die bei der Begegnung ferner Zeiten
auf verschollenen Pfaden schreiten

Als die Gruppe diese Tafel in Augenschein nimmt kann man Kindergetrappel und Lachen hören. Man macht mit der Arbeit weiter und kehrt sichtlich erschöpft zum Gasthaus zurück. Dort bekommt man eine deftige Mahlzeit und erfährt, dass die Vorgänger mit den Abrissarbeiten aufgehört hatten, weil sie sich vor dem Spuck im alten Waisenhaus fürchteten. Auf Nachfragen stellt sich heraus, dass das Gebäude seit 12 Jahren leer steht, aber so Recht will sich der Wirt nicht dazu äußern. Daher wird der Plan gefasst, dass Lewelljen am nächsten Tag ins Stadtarchiv geht um dort Nachforschungen anzustellen.

7. Dezember 6058, Slamurath
Lewelljen bricht am frühen Morgen auf um ins Stadtarchiv zu gehen, macht sich unterwegs unsichtbar und betritt das Magistratshaus, spürt aber einen Gegenzauber, bricht seine Aktion ab und geht stattdessen Essen für die Gruppe einkaufen. Währenddessen gehen die Abrissarbeiten durch die Gruppe weiter. Segrima fällt jedoch vom Dach und bricht sich dabei die Nase, welche von Naraja wieder gerichtet wurde. Dabei erfährt die Zwergin eine Vision einer späten Abtreibung. Als der Elb zurückkommt erzählt er von seinen Erlebnissen und man beschließt den Tiefling und den Pixie loszuschicken. Diese treffen in der Südstadt vor einem Armen-/Irrenhaus einen alten Mann. Dieser berichtet gegen einen kleinen Obolus von seinem Leben in dem Waisenhaus. Dieser habe sein Eltenr bei dem schwarzen Fieber verloren und ist daher in diesem Waisenhaus aufgewachsen. Das neue Waisenhaus sei übrigens durch einen Heiler gestiftet worden, weil im alten Haus zu viele Kinder gestorben seien. Die beiden Gruppenmitglieder befragen den alten Mann nach dem Spuk und dieser erzählt ihnen eine Geschichte. Dabei ließ sich ein Magistrat regelmäßig Jungen aus dem Waisenhaus kommen, welche aber nie zurückgekehrt sind. Während der alte Mann erzählt, summt der Pixie den Text der Gedenktafel, woraufhin die beiden Erfahren, dass es sich dabei wohl um die 11 verlorene Töchter des Königs Okvold handelt. Zudem erfahren sie, dass es in Slamurath nie einen Stadtbrand gegeben hatte, was für eine Stadt dieser Größe doch sehr ungewöhnlich ist. Als die Gruppe wieder zurück im Gasthaus ist, stärkt man sich und beschließt einer Empfehlung zu folgen, sich das Spiel zweier Glasharfner im Gildenhaus anzusehen.

dort angelangt, spielen 2 Halblinge auf besagten Glasharfen mit Schwungrädern. Es erklingt sphärische Musik und die Harmonie des Friedens breitet sich in der Halle aus, dabei verblassen das Gebäude und die Gegenstände. Alle Zuhörer finden sich in einem grünen Wald wieder und erleben eine Art gemeinsamer Vision. Dabei kann man einen Stadthügel erkennen und ein Flüstern wahrnehmen. In einem düsteren Wald, auf einer Lichtung ist ein Steintisch, auf dem ein toter König zur letzten Ruhe gebettet wurde. Es ertönt eine Art Weissagung

Odolin fürchtet 11 Kinder, welche wurden zum Krähenfrass
11 Frauen verrieten Odolin und verloren ihren Kopf
11 Männer verfolgten Odolin, wurden nicht gefunden

Nach einem ohrenbetäubenden Krach, zerspringen die Glasinstrumente und die Zuhörer kommen wieder zu Bewusstsein. Der Pixie findet aber kurz bevor er wieder erwacht eine goldene Figur, welcher er einsteckt. Es stellt sich später heraus, dass es eine Buchschließe in Form eines Raben ist. Lewelljen entdeckt in dem ganzen Tumult einen Narren, welcher wegrennt, zudem erkennt er dass hier Magie gewirkt wurde. Man spricht noch mit dem Barden und kehrt schließlich in das Gasthaus zurück.

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azraelis

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