Rolemaster - Die fallenden Würfel

46. Kapitel: Ein wahrer Höllentrip

14. April

Nach der von den Abenteurern erlittenen epischen Niederlage versinkt die Welt für Level’jen in undurchdringlicher Dunkelheit. Unsanft wird er aus seiner Bewusstlosigkeit gerüttelt und blickt in das Gesicht eines Haradrim. Höhnische Gelächter dringt an sein Ohr. Am Ende eines von Käfigen gesäumten Ganges steht ein riesenhafter, dunkelhäutiger Haradrim-Krieger. Ein Netz aus Narben überzieht seinen Körper. Fast scheint es, als hätte man ihn aus mehreren Leichenteilen zusammengenäht. Aufbau und Beschaffenheit des Ganges lassen vermuten, dass er sich an Bord eines Schiffes befindet.

„Genau den da!“ ruft der Riese und zeigt mit einem Finger auf ihn. Level’jen wird Käfigen vorbeigezerrt, in denen er schemenhaft die Gestalten seiner Gefährten erkennt. Er wird an Deck gezerrt, wo er sich erstaunt umsieht. Der Himmel hat an eine glutrote Färbung. Das Schiff scheint hoch über der Wasserfläche zu fliegen, die stellenweise in Flammen steht. Neben einem gewöhnlichen Hauptmast weist das Schiff zwei ebenso lange Seitenmasten auf.

Auf einmal vernimmt Level’jen eine Stimme, die ihn verdächtig an Chinta erinnert. Überrascht dreht er sich um und sieht eine ältere Version von Chinta, die in einen eleganten Umhang gekleidet und in Begleitung von zwei Dienerinnen auf Deck erscheint. Level’jen wird zum Bugspriet an die Reling geführt. Als er nach unten blickt sieht, er, dass vor dem Schiff eine ausgedehnte Landmasse liegt. Zu linken Hand sieht er einen erloschenen Vulkan in dessen Krater eine riesige Stadt liegt. Reich verzierte Paläste und Minarette erstrecken sich gen Himmel, Eine riesige Brücke führt auf das Meer hinaus und verbindet die Stadt mit dem Festland. Selbst aus dieser Höhe kann er elefantenähnliche Gestalten entdecken, die über die Brücke trotten. Dort, wo die Brücke die Ausläufer der Landmasse berührt, erstreckt sich eine riesige Zeltstadt.

Die Dienerinnen nehmen Chinta dem Umhang ab, unter dem sie splitter-faser-nackt ist. Ihr athletischer Körper ist mit blau leuchtenden Zeichen bedeckt, die entfernt an magische Runen erinnern. Level’jen erkennt in den seltsam leuchtenden Malen Miramnit, welches sich offenbar in verschlungen Zeichen auf Chintas Haut organisiert hat.

Nach einem kurzen verbalen Schlagabtausch mit dem hünenhaften Haradrim-Krieger, schaltet sich Chinta ein. Sie fällt auf die Knie und verwandelt sich in eine riesenhafte schwarze Wildkatze. Mit zwei Sätzen ist die Wildkatze am Bugspriet. Ächzend neigte sich das Schiff unter ihrem Gewicht nach vorne. Unter Einsatz seiner Seilkunst greift sich Level’jen ein Schiffstau, aus dem er ein Lasso knüpft, um sich damit irgendwo festzubinden, während das Schiff immer tiefer sinkt. Entsetzt weichen die Piraten vor der Chinta-Katze zurück. Der Steuermann ergreift Gegenmaßnahmen und schafft es, das Schiff zumindest wieder etwas zu stabilisieren. Aber immer noch rast das Schiff dem Erdboden entgegen. Der Tumult weckt die übrigen, immer noch unter Deck eingesperrten Abenteurer auf.

Eine Haradrimwache rutscht am Kronk vorbei. Dieser greift nach dem Krummsäbel der Wache und schafft es tatsächlich ihm diesen abzuringen. Als er jedoch die schnell an ihm vorüberrutschende Wache angreifen will, verfehlt er diese und schlägt stattdessen den Säbel in den Deck-Boden. Ein stechendes Gefühl im Nacken erinnert den Kronk daran, dass ihm Level’jen, kurz bevor sie sich der Piratenschar ergeben hatten, einen Draht in seinen Verband am Nacken eingeflochten hat.

Auf Deck stürmen zwei Piraten beherzt auf die riesige Wildkatze zu. Seinen Schwung am Seil ausnutzend versucht Level’jen die Piraten von Deck zu stoßen. Er scheitert jedoch.

Lavandas greift sich indes eine vorbeipurzelnde Peitsche und schafft es, den Griff als Hebel benutzend, das primitive Schloss seiner Käfigtür zu knacken.
Der Kronk schafft es zwar nicht mithilfe des in seinen Verband versteckten Drahtes die Tür zu öffnen, mit dem erbeuteten Säbel hat er allerdings Erfolg.

An Deck tauscht Level’jen Mit den umstehenden Piraten einige wirkungslose Schläge aus, während das Schiff mit geradezu beängstigender Geschwindigkeit dem Erdboden entgegenrast. Er versucht ins Vorsegel zu springen, verfehlt dieses jedoch und schafft es gerade noch sich mittels seines Seiles festzuhalten. Aus den Augenwinkeln erkennt er, wie die riesige Katze zum Sprung ansetzt..

Währenddessen versucht Lavandas unter Deck Kasra aus seinem Käfig zu befreien, scheitert jedoch. Der Kronk befreit, anstatt sich um seine Kameraden zu kümmern, eine dunkelhaarige Schönheit im Nebenkäfig. Im selben Moment geht ein furchtbarer Schlag durch das Schiff und der Kronk sowie Lavandas werden von den Beinen gerissen. Schmerzhaft schlägt Lavandas an der Rumpfwand auf und verliert umgehend das Bewusstsein. Der Kronk hat mehr Glück und wird lediglich verletzt.
Die Decke über ihnen reißt splitternd auf und einige Käfige werden aus den Verankerungen gerissen. Ächzend kommt das Luftschiff zum Stillstand.

Der Schlag wirbelt Level’jen an Deck durch die Gegend, so dass er schmerzhaft aufschlägt. Chinta springt in ihrer Katzengestalt von Bord. Den Aufprall wie durch ein Wunder überlebend, rappelt sich Level’jen ächzend auf und blickt sich suchend um, doch er kann die Riesenkatze nirgendwo mehr entdecken.

Der Kronk versucht Tirdas aus seinem Käfig zu befreien und bekommt unerwartete Hilfe von der unbekannten Schönheit, die er zuvor aus dem Käfig befreit hat. Die vollkommen nackte junge Frau reicht ihm einen Schlüssel, den sie offenbar einen der Wächter abgenommen hat. Mit diesem öffnet er endlich die Käfigtür. Auch Kasra schafft es nun mithilfe des Peitschenstiels das Schloss seiner Käfigtür aufzubrechen.

Um das Schiff herum sieht Level’jen seltsame silberfarbene Plättchen herumfliegen. Er fängt einige davon uns steckt sie ein. Auf einmal sieht er sich mit dem zusammengeflickten Hünen konfrontiert. Er will sich abseilen, verheddert sich jedoch und landet äußerst unsanft auf den Boden vor dem Wrack. Ein Blick hinter sich werfend bemerkt er, dass der Rumpf langsam auseinander bricht. Schnell rollt er sich in Sicherheit.

Kasra macht sich auf die Suche nach dem bewusstlosen Lavandas und beginnt diesen an Deck zu zerren. Unterwegs findet er einen Dolch. Tirdas hat sich des Säbels bemächtigt und stürmt an Deck. Dort erwartet ihn bereits der wutschnaubende und offensichtlich unverletzte Riese mit seinem Krummschwert in der Hand. Tirdas verbirgt sich vor dem Hünen hinter einigen Trümmern. Als sich der Riese nähert, spürt Tidas eine kalte Aura. Blitzschnell entschließt er sich, seinen ursprünglichen Plan, den Riesen hinterrücks anzugreifen, fallen zu lassen und flieht.

Level’jen klettert durch eines der zahlreichen, im Rumpf klaffenden Löcher in das Schiff zurück und begibt sich auf die Such nach der Ausrüstung der Gruppe. Der dunkelhäutige Haradrim-Riese stampft unter Deck, wo sich Kasra versucht blitzschnell zu verstecken. Mit Entsetzen beobachtet Kasra, wie der unheimliche Hüne eine Käfigtür mir bloßen Händen aufreißt, einen zappelnden Jungen herauszerrt und diesen mit einem einzigen Biss seines kräftigen Kiefers die Kehle durchbeißt. Eine regelrechte Blutfontäne schießt aus dem Leichnam hervor und färbet Decken und Wände rot.

Der Kronk hat sich indessen auf die Suche nach Waffen begeben und einen Hammer sowie eine Peitsche gefunden. Einer plötzlichen Eingebung folgend, kombiniert er beide Waffen und greift damit den Riesen an. Tirdas schleicht derweil wieder an Bord, um seinen Gefährten im Kampf beizustehen. Der Kronk versucht mit seinem improvisierten Morgenstern den Riesen zu treffen, scheitert jedoch grandios. Zumindest ist der Riese abgelenkt. Tirdas nutzt diese Ablenkung um den Hünen von hinten anzugreifen. Allerdings verfehlt auch er seinen Gegner.

Kasra nutzt den Radau und versucht sich und den bewusstlosen Lavandas durch eines der im Rumpf klaffenden Löcher in Sicherheit zu bringen. Der Kronk nutzt die durch Tirdas Angriff entstandene Atempause, um seinen an der Peitsche befestigten Hammer wieder einzuholen und erneut zuzuschlagen. Diesmal landet er einen beeindruckenden Treffer, der jeden normalen Menschen getötet hätte. Doch der Riese scheint diesen Treffer kaum zur Kenntnis zu nehmen. Auch Tirdas greift an, ohne großartig Schaden anzurichten. Er schafft es gerade so, den durch den Hünen ausgebrachten Gegenschlag zu parieren.

Erneut greift der Kronk mit seiner improvisierten Waffe an. Dieser Angriff scheitert jedoch dermaßen, dass er seine Waffe beinahe verliert. Tirdas sieht dies und wechselt auf die Hasenfuß-Taktik bzw. er tritt den taktischen Rückzug an. In diesem Moment taucht Level’jen am Ort des Geschehens auf. Die Situation sofort erfassend, wirft er ein Holzstück nach dem Riesen und trifft. Dann nimmt er selbst Reißaus. Er stürmt nach oben, gefolgt vom hünenhaften Krieger.

Mittlerweile hat Kasra mit dem bewusstlosen Lavandas im Schlepptau das Loch erreicht und blickt sich um. Er befindet sich zwei Meter über den Boden. Weiter unten sieht er eine Gestalt, die sich durch die Trümmer des Schiffes bewegt. Kasra erkennt in der mit einem Segeltuch verhüllten Frau ihre Auftraggeberin, China. Mit einem Ruf macht er sie auf sich aufmerksam und bittet um ihre Hilfe. Er lässt Lavandas mithilfe eines Seils nach unten, wo er von Chinta in Empfang genommen wird.

Level’jen erreicht bei seiner kopflosen Flucht, die Kapitänskajüte, wo er ein Langschwert findet, dass er sofort an sich nimmt. Durch eines der Fenster flüchtend, klettert er nach draußen, wo er auf Kasra, Chinta und Lavandas trifft. Der Hüne bricht geheimnsivollerweise die Verfolgung ab und kehrt ins Schiff zurück. Chinta hat sich über den bewusstlosen Lavandas gebeugt. Eine blaue Aura umspielt Ihre Hände. Lavandas kommt wieder zu sich. Da sich der Rumpf wieder langsam zu neigen beginnt, entschließen sie sich das Weit zu suchen.

Die unbekannte Schönheit klagt den Abenteurern, dass ihre Schwester sich noch immer an Bord befindet. Sofort macht sich der Kronk daran wieder ins Schiff zurück zu kehren. Kasra fragt Chinta, ob sie beim Kampf gegen den unheimlichen Hünen helfen würde. Diese rät den Gefährten dringend davon ab, sich mit dem unheimlichen Riesen an Bord des Wracks anzulegen. Widerstrebend lässt der Kronk von einer weiteren waghalsigen Rettungsaktion ab.

Tirdas bemerkt schwere Schritte und vermutet eine sich nähernde bewaffnete Wache. Schnell fordert er seine Gefährten zur Flucht auf. Der Kronk zerrt die unbekannte Schönheit am Handgelenk hinter sich hier. Level’jen blickt sich während der Flucht um und sieht, dass der Rumpf des Schiffes über und über mit den schimmernden Plättchen bedeckt ist, von denen er zuvor einige eingesammelt hatte. Gleichzeitig sieht er mehrere ungefähr vier Meter hohe, pechschwarze Gestalten, die er als Efriti identifiziert.
Sie flüchten durch die Überreste eines Lagers, wo sie einige Kleidungsstücke ergattern können. Dabei entdecken sie, dass die auf der Leine hängenden Stücke sich von der Größe her sehr stark unterscheiden, woraus sie schließen, dass das Lager nicht nur von Menschen bewohnt wird.

Sie blicken sich suchend um und entdecken neben einem besonders prächtigen Zelt eine Art Verkaufsstand, der Obst anbietet. Level’jen diskutiert derweil mit Chinta darüber wo, sie sich befinden. Er erfährt, dass es sich bei der im Krater befindlichen Stadt um die bronzene Stadt handelt. Doch diese befindet sich seines Wissens nicht auf Mittelerde, sondern in einem den Kreis der Hölle naheliegenden Ort.

Um nicht aufzufallen, begeben sie sich in Richtung Wrack zurück, wo sich schon eine farbenfrohe Menge versammelt hat. Die Efriti stützen sich wachsam auf ihre Schwerter, während eine Schaar dunkelhäutiger Zwerge mit feuerrotem Haar erscheint. Eine Sänfte wird herangetragen aus der eine sehr große Frau aussteigt. Eine dickliche Gestalt eilt heran und überreicht der Unbekannten einen flaschenähnlichen Gegenstand, den diese kurz betrachtet und dankend nickend zurückgibt. Die Zwerge machen sich an erste Aufräumarbeiten und drängen die Schaulustigen zurück. Ein weitere Trupp Zwerge erscheint mit tragbaren Käfigen und macht sich an den Abtransport der überlebenden Gefangenen vom Schiff.

Level’jen spricht Chinta auf die unter dem Hemd hervorblitzenden blauen Muster an. Chinta vermutet, das es sich hierbei um Miriamnit handelt. Er will von ihr wissen, ob sie sich an die Zeit erinnert, als ihr jugendliches Ich mit den Gefährten durch die Gegend gezogen ist. Sie bejaht dies, räumt jedoch ein sich nur verschwommen an einige Einzelheiten erinnern zu können. Da sich Level’jen etwas in der Wortwahl vergreift, fällt der Rest der Unterhaltung eher kurz aus.

Nach einigen Schritten erreichen sie eine gepflasterte Straße auf der eine lange Schlange von Menschen verschiedener Herkunft, die dort zum Teil auf Hockern und Schemeln sitzend warten, um über die Brücke zur Stadt zu gelangen. Bei Straßenhändlern erwerben die dank einer Silbermünze, die Level’jen in seinem Schuh findet etwas zu Essen und zu Trinken. Ein Trupp Efriti nähert sich der Schlange gefolgt von den Zwergen, die die Sänfte sowie Käfige mit den überlebenden Gefangenen tragen. Unauffällig bewegen sie sich von den Efriti weg, während die Wartenden ehrfürchtig bei Seite treten. „Die Sänfte der Dame Fatima“ raunen sie ehrfürchtig.

Die Käfige sind überwiegend mit attraktiven jungen Frauen gefüllt. Nur einige wenige sind mit muskulösen Männern besetzt. Unter den Frauen scheint auch die Schwester der Unbekannten Schönheit zu sein, die vom Kronk errettet wurde. Sie kann einen Aufschrei nicht unterdrücken. Auf diese Weise erfährt der Kronk, das die vom ihm Gerettete Noeli heißt. Den Ausruf ignorierend gehen die Gefährten einfach weiter. Kurz darauf passieren sie den zusammengeflickt aussehenden Riesen gegen den sie erst wenige Minuten zuvor gekämpft hatten, gefolgt vom dunkelhäutigen Piraten, den sie schon von ihrem Kampf in der Höhle kennen. Glücklicherweise blickt keiner der beiden in ihre Richtung, so dass sie unerkannt ihren Weg fortsetzen können.

Sie folgen der Prozession, bis ein vierstöckiges, steinernes Gebäude erreichen, das von einem bronzenen Gitter eingezäunt ist. Das Gebäude hat die Form einer sich nach oben verjüngenden Zikkurat. Jedes der Stockwerke hat eine Höhe von ungefähr sechs Metern. Die Prozession verschwindet hinter dem Tor. Kronk und Level’jen entschließen sich das Gebäude einmal zu umrunden, um Möglichkeiten auszukundschaften, dass Gelände unerkannt zu betreten. Die Fenster sind allesamt vergittert. Auf der Rückseite des imposanten Hauses befindet sich eine bronzene Tür.

Level’jen wird von einem abgerissen aussehenden Straßenjungen angesprochen, der ihm ein Zelt zum Kauf in der Nähe des Gebäudes anbietet. Der Junge verlangt ein Gold Kaufpreis, lässt sich aber vom Kronk dazu überreden, ihm ein Zelt stattdessen zu vermieten. Gegen eine Vorauszahlung erhalten sie ein heruntergekommenes Zelt in der Nähe der Zikkurat. Erschöpft beschließen die Gefährten erst einmal eine Rast einzulegen. Um seine Barschaft aufzubessern, beschließt Tirdas seine ‚Fingerfertigkeit’ zu testen. Bald entdeckt er einen schwer gerüsteten Krieger, an dessen Hüfte ein dicker Geldbeutel hängt. Ein kurzer Schnitt mit dem Mitgeführten Dolch und schon ist der Elb um einige Münzen reicher.

Der Kronk, lässt sich hingegen die restlichen Münzen von Level’jen aushändigen. Er gedenkt diese durch Wettkämpfe wie Armdrücken und ähnliches zu vermehren. Noeli begleitet ihn. Doch anstatt Geld hinzu zu gewinnen, verliert er alles.

Lavandas erkundet indes die nähere Umgebung des Zeltes. Er hofft dort einen Stand für Waffen und Rüstungen zu finden, in dem sich die Gefährten möglichst günstig eine neue Ausrüstung zulegen können. In einer Gasse wird er Zeuge wie zwei Straßenräuber einen reich gekleideten Barden überfallen, der sich versucht mit einem Dolch gegen die Räuber zur Wehr zu setzen. Als Freund der schönen Künste versucht er nur mit einer Holzlatte bewaffnet, die er aus dem Wrack des abgestürzten Schiffes geborgen hat, den Barden beizustehen. Doch gegen den scharfen Dolche der Schurken hat er kaum eine Chance. Ein Hieb trennt ihm ein Ohr ab. Der nächste schickt ihn schwer blutend zu Boden. Dunkelheit umfängt Lavandas, während er mühsam ein letztes Mal Atem holt.

Währenddessen kehrt ein äußerst deprimierter und in seiner Ehre gekränkter Kronk in das angemietete Zelt zurück. Noeli entschließt sich kurzerhand dazu, ihren Helden mit vollem Körpereinsatz zu trösten. Als Kasra versucht ins Zelt zu gehen, wird er von den eindeutigen Lauten, die die beiden während des Liebesspiels ausstoßen, davon abgehalten. Auch Tirdas kehrt zum Zelt zurück, wird aber von Kasra davor gewarnt, dieses zu betreten.

Als die beiden in Zeltnähe warten, hören sie, wie sich leise Schritte nähern. Tirdas schleicht sich näher und entdeckt einen Barden, der den leblosen Körper von Lavandas in den Armen hält.Als ihm jemand einen metallischen Gegenstand in den Rücken drückt, fährt er herum und schlägt unvermittelt zu. Doch es handelt sich nur um Chinta, die dem Schlag behände ausweicht und ihm einen Dolch mit dem Griff voran hinhält. Sie gibt an, dass Lavandas durch diesen Dolch gerade den Tod gefunden hätte.

Der Barde tritt vor und stellt sich den schockierten Abenteurern als Nargal von Kurga vor. Er gibt an, dass Lavandas ihn beigestanden hätte, als er sich gegen zwei Straßenräuber zur Wehr setzte. Chinta übergibt den Dolch an Kasra mit dem Lavandas niedergestochen wurde. Kaum haben Kasras Finger jedoch den kalten Stahl berührt, als er von Ekel übermannt zusammenzuckt und den Dolch fallen lässt. Entsetzt fragt Kasra Chinta, um was für einen seltsamen Dolch es sich hier handeln mag, der solch seltsame Emfpindungen bei Menschen hervorzurufen scheint. Von den Auswirkungen des Dolches auf Kasra sichtlich überrascht, stammelt sie verlegen, dass es sich wohl um einen ‚Menschen tötenden’ Dolch handelt.

Tirdas hebt den Dolch, der aus einem dunkel schimmernden Metall zu bestehen scheint, vom Boden auf. Allerdings wird er nicht von dem Ekelgefühl übermannt, dass Kasra zuvor verspürt hat. Nun lässt sich auch Level’jen die unheimliche Waffe reichen. Als er seine magischen Sinne nach dem Dolch ausstreckt, spürt er, dass dieser von einer Seele besessen ist. Einer Seele, die er als die von Lavandas identifiziert!

Die Gruppe trauert eine Nacht und sucht anschließend nach einer Möglichkeit der Bestattung für einen ehrenhaften Krieger. Innerhalb dieser Diskussion reinkarniert sich eines von Kasras Vorleben und beschwert sich, dass dieses nur am Wegesrand verscharrt wurde und Lavandas eine Pyramide zugesprochen werden soll.
Letzten Endes wird Lavandas dem Feuer übergeben vom Winde verweht.
Lewelljen hat den Dolch in Verwahrung eingesackt und es gleich wieder vergessen…

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azraelis

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