Rolemaster - Die fallenden Würfel

Kapitel 50: Nahtoderfahrungen in der Gruppe

Nach einem sehr anstrengenden Tag kehrte endlich Ruhe in das Haus von Herrn Melnibonor ein. Die Angestellten hatten alle Mühe das Chaos des vorangegangen Angriffes einiger Orks aufzuräumen. Doch als auch dieses bewerkstelligt war legten sich alle mehr oder minder zur Ruhe. Lewelljen zog sich in die Bibliothek zurück und meditierte über den Gebrauch des seltsamen Stabes, welcher er vorher an sich genommen hatte. Auch wollte der Elb versuchen die kleinen Wesen, welche in einer Art Glas gefangen waren und am Stab angebracht waren zu befreien. Spät in der Nacht brachte ihm Segrima, die Zwergin etwas warme Milch, damit er bei Kräften bleiben konnte. Während dessen bildeten sich Esszimmer seltsame Runen. Lewelljen beschloss dieser Sache nachzugehen. Doch aus irgendeinem Grund konnte der Elb nicht herausfinden durch wen die Runen gewirkt wurden. Die Zwergin schaute interessiert am Elben vorbei und kam dann auf die Idee eine Obstschale auf den Kreis aus Runen zu werfen, getreu dem Motto „Probieren geht über studieren“. Als Reaktion auf das Auftreffen der Obstschale vergrößerte sich der Runenkreis und nahm das gesamte Esszimmer ein. Dies ließ Lewelljen zum Anlass nehmen einen hausweiten Alarm auszulösen. Die Helden wurden nach und Nach geweckt. Einige stürzten sofort nach unten, in der Annahme dass wieder Ork angriffen, andere legten zunächst ihre Rüstungen an um ein wenig später am Ort des Geschehens einzutreffen. Als der Kronk im Esszimmer eintraf und sich ein Bild über das Geschehen machte warf er einen Blumentopf auf die Runen. Der Runenkreis vergrößerte sich abermals und nahm nun zwei volle Räume ein. Durch unbekannte Magie wurde die nun vollständige Heldengruppe in eine spärlich beleuchtete Höhle gezogen.

Die Zwerge, welche sich sofort heimisch fühlten spürten, dass es sich um eine natürliche Höhle handeln musste. Die Decke wurde durch zahlreiche Steinsäulen getragen. Das Licht, was die Gruppe wahrnehmen konnte schimmerte aus eine Pfütze, die sich nach weiteren Untersuchungen als eine Art natürlicher Brunnen herausstellte. Am Boden schien eine mächtige Leuchtquelle vorhanden zu sein, welche durch die Reflexion im Wasser die Höhle erhellte. Die mit der Gruppe in der Höhle erschienene Chinta blickte interessiert in den Brunnen und bemerkte neben der Leuchtquelle etwas Zusätzliches im Wasser. Da keiner der Helden etwas unternahm sprang sie in das Nass und holte ein Bündel aus dem Brunnen. Sie legte es auf den Boden. Seltsamerweise schien das Bündel zum Leben zu erwachen. Das Leben im Bündel stellte sich als ein recht kleines zierliches Ding heraus was große Ähnlichkeit mit den Glaswesen von Lewelljens Stab hatte. Dieser versteckte geistesgegenwärtig den Stab hinter seinem Rücken, denn er wollte das kleine Wesen nicht unnötig beunruhigen. Durch den Lärm den das kleine Wesen verursachte konnte die Gruppe wenig später schweres, eisenbeschlagenes Trampel vernehmen. Die erste Vermutung, dass es sich um eine Orkhöhle handelt wurde nur allzu schnell bestätigt. Aus einem Vorsprung kamen mehrere Orks gestürmt, welche durch eine von Lewelljen gewirkte Feuerwand zurück wichen. Vor der Feuerwand gingen der Kronk, Tirdas und Karas in Stellung um den bevorstehenden Angriff abzuwehren. Lewelljen beschließt währenddessen dem Licht am Boden des Brunnens nach zugehen. Er vermutet, dass das Licht durch ähnliche Runen entsteht, wie die im Hause des Herren Melnibonor. Die Zwergin und der Tiefling erkennen schnell, dass es noch weitere Zugänge zu dieser Höhle gibt und gehen an einem anderen Eingang in Position und werden dort durch zwei weitere Orks überrascht, welche aber schnell ausgeschaltet werden können. Lewelljen springt ins Wasser und taucht zum Boden. Das kleine Wesen, welches den Stab erkennt rennt hinterher und springt ebenso in den Brunnen um die Wesen zu retten. Am Boden des Brunnens angelangt erkennt Lewelljen die Art der Runen wieder. Es sind die gleichen Runen wie im Esszimmer von Melnibonor. Er schlussfolgert, dass es eine Verbindung geben muss zwischen diesen beiden Runenkreisen, vermutlich eine Art Portal. Eine weitere Vermutung war, dass man durch das Zerstören des Runenkreises im Brunnen das Portal auf eine ähnliche Weise öffnen kann wie durch das Werfen von Obstschalen und Blumentöpfen. Zu weiteren Erkenntnissen kommt der Elb nicht, da ihm die Luft ausgeht und er auftauchen muss. Das kleine Wesen kann nicht solange die Luft anhalten und droht unter zugehen, wird abermals von Chinta gerettet.

Die zuvor von Lewelljen gewirkte Feuerwand erlischt und aus dem Gang strömt eine Vielzahl an Orks in die Höhle. Der Kronk, Tridas und Karas geben ihr Bestes, erkennen aber schnell das es ein hoffnungsloser Kampf ist, also nehmen alle drei die Beine in die Hand und rennen quer durch die dunkle Höhle. Die 24 Orks setzen nach und verletzen Karas recht ordentlich. Als der Lewelljen aus dem Wasser auftaucht erkennen seine elbischen Augen das drohende Unheil. Er wirk einen starken Blitz auf die Orkmeute. Diese nur an Dunkelheit gewöhnt tobt wegen des gleißenden Lichtes auseinander und verschwinden. Irgendwie werden die Runen auf dem Boden des Brunnens zerstört und es öffnet sich wieder ein Portal was die Gruppe samt dem kleinen Wesen zurück ins Haus von Melnibonor bringt.

Dort angelangt versucht sich Segrima an Karas Verletzung und entscheidet, dass ein Druckverband an der Halsschlagader nötig ist, als nur durch das beherzte Eingreifen von Chinta abgewendet werden kann. Die Gruppe beschließt sich auszuruhen, Kräfte zu sammeln und etwas zu essen. Das Wesen, welches sich als Grießbreiwatte vorstellt und ein Pixie ist, fragt den Lewelljen nach dem Stab und will seine „Verwandten“ befreien. Zudem kommt die Gruppe überein, dass das Pixie Hadarik lernen muss, damit das ständige Übersetzen entfallen kann. Tirdas und andere gehen einkaufen. So werden Rüstungen und andere Dinge besorgt. Gegen Abend kommen alle erholt und satt zusammen um zu beratschlagen wie weiter zu verfahren ist. Man beschließt zu einer Kneipe namens „Blutige Heldin“ zurückzukehren, die sich als Hinweisquelle bereits ausgezeichnet hatte.

In der blutigen Heldin angekommen geschieht etwas Sonderbares. Das Pixie rennt zur Wirtin hin. Anscheinend kennen sich beide. Beide unterhalten sich kurz. Dabei fällt ein weiterer bekannter Name „Mondstein“ Eridene tritt an die Gruppe heran und fragt woher der Stab mit den „Verwandten“ sei und woher die Gruppe „Mondstein“ kennt. Dabei erzählt Lewelljen von seiner Vision die er zuvor gehabt hatte.

Exkurs Lewelljens Vision:

Durch irgendwelche elbischen Rituale tauchte Lewelljen zusammen mit Chinta in eine Vision ein. Beide betraten dabei einen Altarraum. Auf einem Podest lag eine wunderschöne nackte Elbin mit geschlossenen Augen. Sie war in einem ähnlichen Glas gefangen, wie die „Verwandten“. Hinter dem Podest fanden beide einen Eingang zu einem sehr verzweigten Höhlensystem. Nach der näheren Erkundung fanden beide eine Kammer, gefühlt mit Schätzen, aber auch Schutt. Es schloss sich eine weitere große Halle an, welche allerdings teilweise eingestürzt war. Auch war Wasser zu erkennen und man konnte deutlich den Geruch eines Sumpfes wahrnehmen. Daher kamen beide zum Schluss, dass sie sich in der Pyramide, welche im Sumpf abgestürzt war, befanden. In dieser Halle wurden sie schließlich durch den Krokodilsdämon Amemo angegriffen. Wenig später endete die Vision.

Exkurs Ende

Nach der Schilderung der Vision zieht sich Eridene kurz zurück und kommt voll aufgerüstet wieder zurück zu Gruppe. Während der Abwesenheit Eridenes trinken die Zwerge Bier und Segrima beschließt sich mit einer Pfanne zu bewaffnen, dass sie außer ihrem Kleid, ihrer Skraja und der Schleife im Haar nichts an Rüstung bei sich hat. Die Gruppe beschließt in den umliegenden Kneipen und Tavernen nach Orks Ausschau zu halten oder zu fragen. In einer dieser Kneipen werden die Helden zusammen mit dem Pixie und Eridene zu einer Taverne namens „Scheimars Oase“ geschickt. Nach einem halbstündigen Marsch erreichen sie die Taverne. Durch Unsinn des Pixies und einigen anderen Dingen verschafft sich die Gruppe Zugang zur Bar. Innen drin bietet sich folgendes Bild. Es ist ein riesiger Schankraum zu sehen mit einer steinernen Bar im Zentrum. Die Bardamen sind Meerjungfrauen, die in regelmäßigen Abständen die Getränke aus einem wassergefluteten Becken hervorholen. Beim Betreten des Schankraumes nehmen die Anwesenden erst Notiz von der Gruppe als Chinta den Raum betritt. Die Gruppe teilt sich auf. Das Pixie, Eridene, der Kronk und Chinta setzen sich an die Bar und bestellen verschiedene Getränke, unteranderem wird auch Bang geordert. Der Tiefling untersucht den Schankraum, die Zwergin versucht in die angrenzenden Hinterräume zu gelangen.

Exkurs: Segrimas Ausflug

Segrima schaffte es die Wachen vor einem sehr wichtig aussehen Gang derart zu verunsichern, dass diese beginnen sich über die bizarren Wünsche der Zwergin zu unterhalten. Diese Gelegenheit nutzt die Zwergin und schlüpft durch den bewachten Vorhang. Ihr offenbart sich, das diese Taverne zusätzlich ein Bordell beherbergt. Bei der Durchsuchung mehrerer Räume kann Segrima einen Ohrring und etwas Geld einsammeln. Schließlich wird Segrima durch die Puffmutter aufgegriffen und in einen dunklen Raum geführt. Dort erklärte Segrima abermals ihr Verlangen nach männlichen Orks. Dieser Wunsch, so meinte die Puffmutter wäre durchaus erfüllbar. Sie ging kurz weg und kam mit einem schwarzen Elb zurück. Dieser führte Segrima in einen weiteren fensterlosen Raum, gespickt mit Waffen und Rüstungen. Es stellte sich heraus, dass der schwarze Elb den Namen M’reliv trägt, der Besitzer der Bar ist und etwas mit dem Erscheinen der Orks zu tun hat. Er bittet Segrima ihre Waffen abzulegen und mit ihm den Raum zu verlassen. Seinen Nachdruck macht er mit einer kleinen Handarmbrust deutlich. An einem Käfig angekommen bittet er die Zwergin dort hineinzuklettern, was sie jedoch ablehnt. Als Belohnung schießt M’reliv ihr mit seiner Handarmbrust in den Rücken. Segrima geht schwerverletzt zu Boden.

Exkurs Ende

Lewelljen, dem die gesamte Szenerie suspekt erscheint, verlässt den Schankraum um einen Unsichtbarkeitszauber zu wirken. Als er diesen auf den Örtlichkeiten wirken kann und er mehr oder weniger unentdeckt zurück im Schankraum ist beschließt er der Zwergin zu folgen. Er folgt dem schwarzen Elben in den fensterlosen Raum und verbleibt dort zunächst. Er nimmt Segrimas Waffen an sich und ist wenig später an der Stelle, an der Segrima in den Rücken geschossen wurde. Etwas abseits stehend ruft Lewelljen „Feuer“ dies führt dazu, dass zum einen Tumult in der Taverne ausbricht und zum anderen, dass der Kronk und das Pixie sich seinen Weg an den Wachen vorbei zu Segirma und Lewelljen bahnt. Der Tiefling und Tirdas wittern die Möglichkeit fette Beute zumachen und beginnen die umherlaufenden Gäste zu bestehlen. Unteranderem werden dicke Geldsäcke von Barbaren und anderen Geschöpfen gestohlen. Derweil hackt Lewelljen mit der Zwergenskraja der Puffmutter den linken Arm ab, welche dann zu Boden geht. Der Kronk wird von einer nachsetzenden Wache schwer getroffen, das Pixie wird durch einen Bolzen aus der Armbrust M’relivs ebenfalls schwer getroffen. Tridas erbeutet mittlerweile eine teure Halskette und Karas erledigt seinen ersten Gegner. Der Dunkelelf zieht sich zurück, wird aber von Lewelljen und Chinta verfolgt. Als M’reliv in den Wirren der Gänge verschwunden ist kehren Chinta und Lewelljen zurück zu Segrima. Mittlerweile hat auch die Gruppe zu den anderen aufgeschlossen. Chinta bekommt von Eridene etwas Kraut, welches auf die Wunden der Zwergin eingerieben wird. Damit hat die Gruppe höchstens einen Tag gewonnen um Segrima zu retten.

Comments

azraelis

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.