Rolemaster - Die fallenden Würfel

Kapitel 51: Ein guter Zeitpunkt für eine Krankenversicherung

Als die Gruppe sich im Gang gesammelt hat und die Zwergin verarztet wurde erklang plötzlich eine Stimme aus einem der Käfige. In diesem Käfig saß eine spärlich gekleidete Elbin und erzählt der Gruppe bereitwillig, was sie bisher mitbekommen hatte. Im Gegenzug versucht die Gruppe die Elbin zu befreien. Naraja schafft es erfolgreich, nach dem Chinta den Tipp gegeben hatte, dass er auf Fallen achten sollte, das Schloss des Käfigs zu öffnen.

Es stellt sich heraus, dass die Elbin, welche sich später als Virrinity vorstellen sollte, an diesem Ort als Sklavin gehalten wurde und dem horizontalen Gewerbe nachzugehen hatte. Sie erzählt, dass der Besitzer ein Dunkelelf sei und die Orks, die die Gruppe sucht als Handlanger und Totschläger benutzt. Zudem sei sie sich sicher, dass sie den Ort kenne, den die Gruppe sucht. Zudem erhielt der Besitzer von Seeräubern Besuch. Bei diesem Besuch wurden geschäftliche Dinge besprochen, unter anderem auch ein Anschlag auf ein Ziel in der Stadt, den die Seeräuber selbst nicht ausführen wollten. Als der Angriff stattfand und die Orks zurückkehrten, waren sie um einiges dezimiert worden.

Die Gruppe beschließt kurzerhand die Elbin mitzunehmen und das Etablissement endlich zu verlassen. Allerdings kann die Gruppe den Ort nicht ungesehen verlassen, da einer der Barbaren, der zuvor bestohlen wurde, den Weg nach draußen versperrt. Dieser fordert zu recht seinen Geldbeutel zurück. Die Gruppe beschließt sich dem Barbaren zu stellen und beginnt zu kämpfen. Dabei versucht die Elbin ein Messer nach dem Gegner zu werfen, während der Kronk mit seiner Axt einen Angriff wagt. Dieser wird jedoch pariert. Währenddessen greift Lewelljen von hinten mit einem Langschwert an, zudem schießt Kasra einen Pfeil auf den Barbaren. Dieser von den vielen Angriffen in die Enge getrieben gerät in Raserei und geht auf Lewelljen los. Dieser wird getroffen und geht zu Boden. Der Kronk sieht das drohende Unheil und erledigt den Barbaren mit einem Schlag. Nach dem auch dieses letzte Hindernis aus dem Weg geräumt ist kann die Gruppe diesen schrecklichen Ort verlassen.

Als die Gruppe wieder die Unterstadt betritt werden erst einmal die Wunden geleckt. Chinta verbindet den verletzten Lewelljen, während man sich um eine Rückfahrt zum Hause Melnibonor bemüht. Hier ist die Virrinity eine große Hilfe, denn sie umgarnt einen Menschen, welcher die Aufsicht über eine große Reisesänfte hat. Dieser stellt sich als Sulaiman Iben Raschit vor, trägt eine Pluderhose und ist der oberste Aufseher der Sänften des Edlen Ranamann. Als die Verwundeten und die Elbin in die Sänfte eingestiegen sind sagt der Kronk „auf zum Basar der 1000 Sünden!“ Sulaiman Iben Raschit nickt und lässt die Peitsche knallen. Der Tross setzt sich langsam in Bewegung. Wenig später steigt der oberste Aufseher selbst in die Sänfte und wirft sich förmlich an Virrinity ran. Chinta, der dieses Verhalten äußerst zu wider ist steigt ebenfalls in die Sänfte und tut ihrem Unmut kund, wird aber von der befreiten Liebessklavin aus der Sänfte gestoßen, welche sich von ihrer langjährigen Rolle als Dirne noch nicht lösen kann. Während in der Sänfte dem Akt der Fleischeslust nachgegangen wird ärgern sich draußen einige Gruppenmitglieder darüber, allerdings werden die Geschehnisse so hingenommen, denn man kommt schließlich irgendwann wieder zum Hause Melnibonor.

Dort angekommen empfängt der Hausherr die Abenteurergruppe und lässt nach einem Heiler schicken, allerdings wird schnell deutlich, dass die Heilung der Zwergin nicht gerade billig sein wird, doch der Tiefling meint nur dass sich der Hausherr darüber keine Sorgen machen solle. Die Gruppe versucht etwas Ruhe zu finden, so wird Bier getrunken und die Ausrüstung geflickt. Virrinity stellt sich erneut vor und erhält die Möglichkeit sich zu waschen und bekommt neue Kleidung. Naraja hingegen zählt seine Beute und bringt dem Hausherren heimlich das versprochene Gold. In der späten Nacht erscheint dann ein Heiler. Er selbst ist von sehr stämmiger Natur, um nicht zu sagen fetter Natur. Doch hat dieser farbige Heiler, der sich selbst als Mamadu vorstellt, eine recht piepsige Stimme. Kasra findet die Erscheinung des Heilers derart komisch, dass er nicht an sich halten kann und beginnt herzhaft an zu lachen. Dieser lässt sich jedoch nicht beirren, verlangt sein Honorar in Höhe von 480 Gold und beginnt mit der Heilung der Zwergin. Währenddessen werden der Kronk und der Pixie durch Chinta geheilt. Noch in der Nacht wird Lewelljen wach und zieht sich zum Studium einiger Bücher in die Bibliothek zurück. Dort liest er mehrere Bücher, eines über Heilkräuter, über legendäre Märchen und über Legenden aus dem irdischen Harrad. Als der Heiler seine Operation vollbracht hat, teilt er dies dem Elben mit und meinte, dass Segrima nun 6 Tage strikte Bettruhe haben sollte um vollständig auszuheilen. Dieser nickt und vertieft sich dann in ein Angelbuch.

Ein neuer Tag bricht an. Es ist nun der 23.04. und es ist immer noch unerträglich heiß in dieser Stadt.

Nach und nach erwacht die Gruppe und man trifft sich im Esszimmer. Da Segrima fehlt, die sonst immer alle bekocht, gibt es nur ein einfaches Frühstück. Virrinity fragt ob man den Halsring, den sie trägt, irgendwie entfernen könnte, doch die Gruppe hat eine böse Vorahnung, dass dies nicht so leicht zu bewerkstelligen sein würde, zumal man bereits Erfahrungen mit diesen Ringen hat. Lewelljen studiert daher ein Buch über Erbfälle unter den Efrit, kommt allerdings zu der Erkenntnis, dass es vermutlich unmöglich sein wird, auch wenn der Besitzer getötet werden würde. Da man nun fast alle beisammen hat, wird auch beratschlagt, wie das weitere Vorgehen aussehen könnte. Schnell wird der Plan gefasst, dass Lewelljen die Gruppe unsichtbar machen möchte um das Etablissement zu infiltrieren. Kurz schaltet sich der Herr Melnibonor ein und teilt mit, dass er zu einem Gesellschaftlichen Großereignis in der Oberstadt eingeladen wurde und das Chinta ihn begleiten solle und demnach nicht weiter die Gruppe begleiten könne.

Dies berücksichtigend wird folgender Plan gefasst. Man sucht sich in der Unterstadt, in unmittelbarer Nähe zu der „Scheimars Oase“, ein Stundenhotel, wo Lewelljen seine Zauber ungestört wirken kann. Allerdings muss er dabei mehrere Stunden meditieren, da er nicht alle gleichzeitig unsichtbar machen kann. Daher werden zuerst die Mitglieder der Gruppe unsichtbar gemacht, welche sich mehr beherrschen können, erst dann kommen die anderen an die Reihe. Zudem soll noch die Elbenkriegerin Eridene abgeholt werden, damit man das Fehlen Chintas kompensieren kann. Nach der Ankunft im Stundenhotel wird der Plan in die Tat umgesetzt.

Als die Gruppe unsichtbar ist, betreten sie alle vorsichtig das Etablissement. Es gelangen eigentlich allen unbemerkt in die Taverne, bis auf den Pixie. Dieser eckt irgendwo an und kommt direkt an der Bar zum Vorschein und blickt in verdutzte Gesichter von zwei Seekorsaren. Allerdings klärt sich diese Szene recht schnell, als sich Griesbreiwatte einen Bang bestellt und auch bekommt. Lewelljen, der die Szenerie beobachtet, kommt unbemerkt an den Pixie heran und flüstert ihm einige Worte zu. Zusammen mit den Seekorsaren macht sich der Griesbreiwatte auf um in das Bordell vorzudringen. Dort angekommen werden alle drei von einer neuen Puffmutter, die alte wurde in mindestens zwei Teile gehackt, begrüßt. Die Korsaren sind derart betrunken, dass sie mit der Situation sichtlich überfordert sind. Der Pixie will Spaß haben und rennt los. Um endlich auch Griesbreiwatte wieder unsichtbar zu machen wirft der Lewelljen eine Stahlkugel in einen der Gänge, welche mit großem Gepolter dahin kullert. Endlich ist auch der Pixie unsichtbar und die Korsaren werden durch die Puffmutter versorgt.

Endlich schafft es die Gruppe in den roten Salon. Dort öffnet Lewelljen eine geheime Tür und bringt die Gruppe in das darüber liegende „Büro“. Dort versorgen sich alle mit Waffen und Büchern. Der Lewelljen nimmt sich ein Schwert, welches er vorher durch den Kronk hat begutachten lassen. Der Naraja macht sich an einer Truhe zu schaffen, allerdings kommt aus dem Schloss eine kleine Flamme hervor. Ein Zeichen dafür, dass es eine Falle war, welche allerdings nicht wirklich funktioniert hatte. Der Lewelljen steht vor einem Bücherregal und steckt sich einige Bücher ein. Darunter „Vom Rülpsen und Schmatzen der Toten“ in Haradaik; „Kurzer Leitfaden der Verhörkunst“ auf Elbisch; „1000 Tänze der Trance“ wieder in Haradaik; “Ormut und Wer? Vom verschwundenem dunklen Element“ diesmal auf Obsyaic. Der Kronk und Kasra tun es dem Elben gleich und stecken sich folgende Bücher ein: „Damastisierungsprozesse für Schwertklingen“ welches auf Sindarin geschrieben wurde sowie “Auszüge aus den Kriegstagebüchern A-Phrazôns”in Adunaic. Durch das Rascheln und der offen stehenden Geheimtür ertön von unten eine weibliche Stimme „Herr, seid Ihr wieder da?“ Geistesgegenwärtig ruft Lewelljen „Es ist gerade ungünstig!“ allerdings nicht sehr glaubhaft, da die Tür zugeschlagen wird. Die Gruppe beschließt den Raum zu verlassen. Virrinity greift sich beim Verlassen des Raumes wahllos ein Buch.

Wenig später findet sich die Gruppe im blauen Salon wieder. Es werden Wände und Boden abgesucht. Unter anderem findet man lehmiges Erdwerk auf dem Teppich und der Kronk eine geheime Tür, welche er auch öffnet. Hinter der Tür liegt ein Tunnel, in welchen die Gruppe geht. Der Lewelljen wird langsam nervös und wirkt einen Lichtzauber, dieser hat allerdings nur eine Reichweite von etwa 15 m. , daher geht Kasra zuerst in den Tunnel, weil er Spuren erkannt hat, gefolgt vom Lewelljen, dem Kronk und dem Rest der Gruppe. Der Gang hat ein leichtes Gefälle und führt immer tiefer in den „Berg“ hinein. Schließlich erreicht die Gruppe eine größere Höhle. Dort findet Kasra Spuren von schweren klobigen Schuhen, welche quer durch die Höhle verlaufen. Linker Hand findet man nur Dunkelheit, rechter Hand einen Felsvorsprung hinter dem sich die Höhle verjüngt. Nach einem weiteren Durchgang kommt die Gruppe in eine weitere Höhle mit Felsnadeln, den Stalagmiten. Es schließt sich eine weitere schmale Passage an, wo die Gruppe ein Tuchfetzen findet und annimmt, dass die Orks von hier gekommen sein müssen. Der von Lewelljen gewirkte Lichtzauber erlischt, stellt aber kein sonderliches Problem dar, da der Elb diesen Zauber erneut wirken kann. Als die schmale Passage genommen wurde erreicht die Gruppe eine weitere Höhle. Man entschließt sich erneut nach Spuren zu suchen, doch es werden keine weiteren Spuren gefunden. Aber Kasra beschleicht eine schlimme Vorahnung.

An der Decke hängt eine riesige chimärenartige Spinne. Die hat den Kopf eines Panthers, gelbe Zähne und Ohren einer Giraffe. Das Ungetüm haucht das Licht an und greift es auch an. Der Tiefling und die Elbin werfen ihre Dolche, doch treffen in der Dunkel nicht wirklich etwas. Da Lewelljen der einzige ist, der von der Spinne wirklich gesehen werden kann greift sie den Magier an. Sie beißt ihn in die Wange und die Kehle. Der Elb geht zu Boden und ist kampfunfähig. Der Kronk beginnt seinen Angriff und hackt der Spinne zunächst ein Bein ab, reißt ihre Seite auf, sodass Blut spritzt. Die Spinne fällt auf den Boden und verreckt. Um sich ein vollständiges Bild der Lage zumachen macht der Kronk mit Lewelljens Utensilien ein Feuer, zudem legt er Harfyharz auf die Wunden des Elben. Durch das Harz verschließt sich die Wunde, doch der Elb bleibt bewusstlos.

Die Gruppe beschließt abermals das Etablissement zu verlassen. Der Kronk reißt der Spinne einen Fangzahn aus und stellt aus dem abgehackten Spinnenbein eine widerlich stinkende Fackel her. Virrinity legt sich den bewusstlosen Lewelljen über die Schulter und folgt Eridene und dem Kronk, welche vorausgehen. Der Rückweg bleibt ereignislos. Als die Gruppe das Bordell wieder betreten rennt der Pixie auf zwei Männer zu, welche sich gerade unterhalten und erschreckt diese. Als der Kronk mit seiner Fackel erscheint stöhnen beide nur auf und meinen, dass sie nichts mehr von diesem Bang trinken wollen. Auch das Verlassen des Bordells klappt diesmal problemlos. Vermutlich weil die Gruppe schlechtgelaunt aussieht.

Man findet irgendwie zurück zum Hause Melnibonors. Es wird wieder nach dem Heiler Mamadu geschickt, welcher den Lewelljen auch heilen kann, diesmal verlangt er humane 85 Gold, welche durch den Kronk und Kasra übernommen werden. Er flickt den Elben zusammen und verordnet diesem einen Tag strikte Bettruhe. Die Gruppe beschließt sich diesen Tag Auszeit zu nehmen um endlich wieder zu Kräften zukommen.

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azraelis

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