Rolemaster - Die fallenden Würfel

Kapitel 54: Von Träumen, Kämpfen und einem Tunnel

Nach und nach gelangen alle Gruppenmitglieder zu Chinta. Es werden verschiedene Wege ausprobiert um die Tänzerin aus dem Spiel zu befreien, doch es wird schnell klar, dass man da nicht viel machen kann. Durch Chinta wird die Gruppe auf Tukkermoor aufmerksam, einem Kraut für gezieltes Träumen. Nachdem die Gruppe mit dem Hab und Gut des Herrn Melnibonors an Bord der Nordwind sind, wird dieser zum Sultan einbestellt. Die Gruppe entledigt sich der zurückgebliebenen Wachen und startet die Reise ohne den Herrn Melnibonor. Belakannê gibt das neue Reiseziel vor, Sternenkrone, während der Überfahrt nimmt die Gruppe mehrfach Kontakt zu Chinta auf, die am Ende, wie es scheint erfolgreich aus dem Spiel genommen wurde, dafür aber nun vollkommen im Lan gefangen ist.

29. April 1456 des 3. Zeitalters, morgens, Melinbonors Haus
Tirdas entschließt sich im Salon vor dem Schachbrett zu meditieren. Neben Tirdas liegen Kleidung und zwei Kurzschwerter für Chinta. Virrinity, die als Elbe das Meditieren nie erlernt hat setzt sich neben Tirdas und macht ihn nach. Doch anderes als geplant findet sich Virrinity in der Spielwelt wieder.

Virrinitys Vision
Die Elbin ist in einer Höhle, wo ein kleines Feuer lodert. Chinta und Virrinity kommen ins Gespräch, da erzählt ihr die Tänzer von einem Kraut namens Tukkermoor. Die elbin nickt und ist auch schon wieder zurück

Zurück in der normalen Welt befragt Virrinity den Herrn Melnibonor, ob er das Kraut kenne und ob er um dessen Anwendung weiß, doch er kennt es nicht, obwohl er schon einmal davor gehört hatte. Dieser teilt der Gruppe mit, dass die Abreise mit dem Schiff in zwei Stunden stattfinden wird. Daher beschließt die Gruppe noch einmal kurz auf den Markt zu gehen um dieses Tukkermoor zu besorgen. Virrinity und Naraja gehen zu einem Kräuterhändler und erstehen fünf Anwendungen dieses Krautes und lassen sich in den Gebrauch einweisen. So teilt der Händler den beiden mit, dass das Kraut zu kochen sei und man den Sud trinken muss, sich dabei aber in einem ruhigen Raum aufhalten sollte.

Tirdas und Kasra begleiten die anderen beiden, jedoch mit einem vollkommen anderem Ziel. Sie wollen sich Bekleidung und Rüstung kaufen. Dabei fällt Kasra in eine Vision:

Kasras Vision
Er findet sich in einer Höhle wieder, in der ein Feuer niedergebrannt ist. Er schleicht sich zum Höhlenausgang und blickt ins Dunkel. Er kann leisen Wind, feuchtes Gras und den Sternenhimmel erkennen. Im Inneren der Höhle findet er zahlreiche Fußspuren, die er aber einer einzelnen Person zuordnen kann. Seiner Meinung nach ist es entweder eine kleiner schmächtiger Mann oder aber eine Frau. Er ruft Chintas Namen, welche erwacht. Kasra befragt Chinta nach ihrem Ergehen. Diese erzählt, dass sie nach dem Ritual in einem Steinkreis erwachte und dann die Umgebung erkundete. Dabei ist sie auf einen alten verlassenen Obstgarten gestoßen, doch mehr hat sie nicht erlebt. Kasra befragt sie nach Tukkermoor und gibt ihr seinen Umhang. Chinta erzählt von diesem Kraut und der Möglichkeit zum gemeinsamen, gezielten Träumen. Zudem gibt sie Kasra ihre Vermutung mit auf den Weg, dass sich das Spielfeld sehr weit weg von dem Ort an dem sich ihr Körper befindet. Wenig später erkundigt sich die Tänzerin noch nach dem Wohlbefinden von Belakannê, zögert kurz und fragt Kasra ob er Lust hätte etwas zu probieren. Dieser willigt ein und wird schlißelich von Chinta geküsst. Wenig später befindet sich Kasra wieder auf dem Markt.

Tirdas grinst Kasra an, welcher immer noch Kussbewegungen mit seinem Mund macht. „Hättest Du Dich mal am Umhang festgehalten, dann läge er jetzt nicht im Dreck!“ bekommt der sichtlich verwirrte Kasra zu hören. Doch wenig später setzt Tirdas seinen Einkauf fort. Mit neuen Beinkleidern, Stiefeln und einem neuen Hemd kehren beide zum Hause des Herrn Melinbonors zurück.

Als der Zeitpunkt der Abreise sich nähert kommt Belakannê, in würdiger Kluft heraus, die Gruppe folgt der Etikette und verneigt sich vor der Königin von Irem. Der Tross mit den Reisenden und dem Hab und Gut des Melnibonor setzt sich in Bewegung und erreicht nach einer Weile den Luftschiffhafen. Dort sind Luftschiffe aus allen Herrenländer festgemacht. Der Tross hält auf ein Schiff mit seitlichen Masten zu und kommt schließlich zum Stehen. Ein Mann, elegant gekleidet und Mitte 30 stellt sich als Kapitän der Nordwind vor und veranlasst das Verladen des Hausstandes von Melnibonor. Die Mannschaft ist ebenfalls elegant gekleidet. Sie sprechen eine Sprache die dem Sindarin ähnelt. Die Gruppe geht ebenfalls an Bord und bezieht die Unterkünfte. Wenig später erscheint ein bewaffnetes Rudel Hundemenschen unter der Führung eines Efrit. Dieser spricht mit Melnibonor und richtet ihm aus, dass der Sultan über die plötzliche Abreise untröstlich ist, ihm aber zum Abschied noch einige persönliche Worte aussprechen will. Also willigt der Herr Melnibonor ein, geht unter Deck, legt sich seinen Umhang an, nimmt Slukanor mit und geht mit dem Efrit und einem Teil seines Rudels von Bord. Doch es gelingt dem Herrn Melnibonor Kasra seinen Befehl zu übermitteln: „Nach dem 4. Teil einer Stunde legt ihr ab!“

An Bord verbleiben 6 Hundemenschen, welche nicht die Absicht haben das Schiff freiwillig zu verlassen. Virrinity spielt mit einem Stöckchen, erzürnt aber eher einen der Hunde. Kasra und Tirdas gehen unter Deck und informieren Belakannê, diese gibt die Order, die Hundemenschen und im schlimmsten Fall auch den Kapitän loszuwerden. Wieder an Deck verstecken sich Tirdas und Kasra hinter der Ladung. Einer der Hundemenschen schnüffelt rum und bleibt bei Karsa stehen. Dieser war gerade dabei den Bogen zu spannen. „Es stinkt nach Katze!“ meint der Hund, bekommt aber nur „Ist eben gute Qualität!“ von Kasra zu hören.

Währenddessen schleicht sich Tirdas dem Anführer der Hundemenschen an, lauert ihm auf und greift ihn an. Es gelingt dem Elben das Gehirn des Anführers zu zerstören, was es ihm knifflig macht zu überleben. Der Anführer ist tot, bevor Tirdas ihn ablegen kann. Durch diesen Erfolg ermutigt schleicht er sich einem anderen Hundemenschen an, schafft es aber nicht ihm aufzulauern. Der Elb schafft es mit einem Schwert dem Hundemenschen den Waffenarm abzuhacken. Daraufhin fiept der Gegner sehr laut. Naraja greift mit seinem Kurzschwert die Nachhut an. Kasra schießt mit seinem Bogen auf eine der Wachen, streift diese aber. Tirdas wird nun von zwei Hundemenschen angegriffen. Virrinity versucht sich mit einem Wurfdolch, es gelingt ihr aber nicht wirklich etwas zu treffen. Im Nahkampf erleidet sie schweren Schaden und geht bewusstlos zu Boden. Tirdas und Kasra kämpfen weiter, doch so recht will keine Entscheidung her.

Plötzlich fährt Kasra aus der Haut und verwandelt sich in eine riesige Katze. Er schafft es einen Gegner zu töten, was die Wachen veranlasst von Bord zu stürmen. Tirdas brüllt „Leinen los!“ so dass das Schiff ablegen kann. Nach dem die Gefahr gebannt ist verwandelt sich Kasra wieder zurück und hat höllische Schmerzen. Er besinnt sich, geht noch einmal bei der Königin vorbei und fällt dann in sein Bett. Seine Haut sieht aus, als ob er einen sehr schlimmen Sonnenbrand hat. Tridas geht nach Kasra schauen. Die Nordwind hat mittlerweile eine Höhe von etwa 100 Fuss erreicht und fliegt eine gewaltige Bucht entlang, zur Linken ist ein Meer zu erkennen.

Unter Deck erwacht Segrima und geht nach oben und bemerkt, dass sie auf einem fliegenden Schiff ist. Sie geht augenblicklich wieder unter Deck und beginnt mit Naraja eine Diskussion über Pfannen und Heimat, da sie erfahren hat, wo die Reise hingehen soll. Das Ziel, so hat man es ihr erzählt sei das Reich der Sternenkrone. Dabei soll das Reich aus einem Dschungel, einer Mine und anderen Gegenden bestehen. Während Segrima und Naraja zusammen Bier trinken verfällt die Zwergin in eine Vision.

Segrimas Vision
die Zwergin steht auf einem grünen Hügel, es ist heller Tag und der Himmel ist blau. Es geht ein leichter Wind und anhand der Sonne kann man darauf schließen, dass es die Mittagsstunden sein müssen. Sie trifft auf Chinta, es folgt die übliche Belehrung für Zucht und Ordnung, welche an Chinta jedoch abprallt. Beide beschließen zusammen zu einem See im Wald zu gehen, dort ist eine Erhebung, wo etwas blinkt…

Segrima findet sich an Bord der Nordwind wieder. Wenig später findet das gemeinsame Abendessen mit Belakannê statt. Während des Essens erzählt die Königing von ihrem Plan in Sternenkrone auf Melnibonor zu warten sowie von einem Ort, an dem sie gefangen war, wo man noch nicht einmal seinen eigenen Herzschlag hört. Zudem stellt sich heraus, dass sie über 900 Jahre in diesem Lan gefangen war. Nach dem Essen wird die von Naraja gerettete Neferti befragt. Sie erzählt von einem Geheimnis der Tempeltänzer die Arimane beherrschen. Zudem stellt sich heraus, dass der falsche Hohepriester weitere Tempeltänzer braucht, da sich diese wahrhaftig zu Tode tanzen.

Da die Gruppe nicht ausreichend Tukkermoor besitzt und an Bord der Nordwind kein weiteres Kraut verfügbar ist wird ein einfacher Plan erdacht. Naraja und Tirdas nehmen vollgerüstet und bewaffnet, zusammen das Tukkermoor zu sich. Zudem haben sie Ausrüstung und Proviant dabei um für längere Zeit bei Chinta sein zu können.

Narajas und Tirdas gemeinsame Vision
Am Anfang finden sich beide Abenteurer im Laden von Erinje wieder und sehen wie diese sich den von Naraja verkauften Schmuck anlegt und kurz darauf von diesem Schmuck erwürgt wird. Mit fragenden Gesichtern erscheinen beide in einem dunklen Wald und finden Chinta auf. Diese will nach wie vor zu dem magisch leuchtenden Ankh. Chinta klärt die beiden über Kasras Verwandlung auf und berichtet etwas über Wertiere. Während dieses Gesprächs kommen alle drei an eine Stelle im Wald, wo sich dicke Spinnweben befinden und die Wanderer in eine bestimmte Richtung lenken. Als sich alle drei in einer Sackgasse wieder finden erkennen sie eine riesige Spinne, welche sich bereits auf ihre Hinterbeine gestellt hat um noch bedrohlicher zu wirken. Die Spinnen greifen die drei Wanderer an. Tirdas wird im Rücken getroffen, aber es gelingt allen drei sich auf eine Lichtung zu retten, werden aber von vielen Spinnen umzingelt. Tirdas und Chinta nehmen es mit je zwei Spinnen auf, während Narja versucht ein Feuer zu entfachen um den Tukkermoortee zu zubereiten. Doch als Tirdas von einer Spinne derart getroffen wird, dass er bewusstlos wird, unterbricht Naraja das Teemachen und beginnt auch zu kämpfen. Als auch Chinta bei einem Angriff patzt zaubert sie den Tiefling aus der Spielwelt hinaus.

Als Tirdas in der Spielwelt von der Spinne getroffen wurde bemerkten Segrima und Kasra dass die Verletzungen der Spielwelt durchaus real sein können. Sie erwecken Tirdas, in dem sie ihn mit kaltem Wasser übergießen. Nach dem gescheiterten Versuch ruht sich die Gruppe erst einmal aus.

30. April 1456 des 3. Zeitalters, morgens, an Bord der Nordwind

Der Kapitän ruft die Besatzung und die Passagiere an Deck, damit sie sich ein überwältigendes Schauspiel ansehen können. Die Nordwind hatte ein wüstes und zerklüftetes Land erreicht wo ein riesiger Torbogen thronte. Der Kapitän erklärt, dass es sich um das Tor zu den Heri-abt-ger handelt, einem unterirdischen Strom der nach einer Legende der Tarameneter angelegt wurde, damit die Sonne nachts ihren Lauf nehmen konnte. Als das Schiff in diese Passage hineinflog, beschloss der Tiefling wieder vollgerüstet zu Chinta zurückzukehren. Diesmal jedoch mit bereits vorgekochtem Tee.

Narajas Vision
Der Tiefling fand sich neben den magisch leuchtenden Ankh wieder, auf dem die nackte Chinta herumkletterte. Im Ankh-Bogen hing ein Gerippe mit einem silbernen Hemd. Als Chinta das Gerippe anfasst, fällt dieses herab, wenig später ist auch Chinta wieder am Boden. Der Tiefling nimmt das silberne Hemd und mustert es, bekommt von Chinta „Der Mantikor ist tot!“ zu hören. Wie es sich herausstellt ist das silberne Hemd aus Münzen gefertigt. Beim näheren Betrachten erhält Naraja eine weitere Vision: darin erkennt er eine alte Stadt aus Lehmziegeln er teilt seine Erfahrung mit Chinta und redet auf diese ein endlich den Tee zu trinken. Diese hat mittlerweile das silberne Ketten-Münzen-Hemd angelegt und trinkt zusammen mit Naraja den Tee. Beide schlafen ein.

Der Tiefling erwacht auf dem Schiff und hat das Gefühl, dass Chinta nun nicht mehr auf dem Spielfeld unterwegs ist. Zur Kontrolle will die Gruppe erneut Tukkermoor besorgen um diese Theorie zu testen.

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