Rolemaster - Die fallenden Würfel

49. Kapitel: Sklavenauktion

Kasra, blutverkrustet in Lumpen gehüllt, kriecht aus einem Gitterschacht auf die Straße.
Eine Person eilt zu ihm. Die menschliche Frau hilft ihm, weiß aber anscheinend auch nicht, wo sie ist.
Nach ihrer Erzählung scheint sie auf dieselbe Weise in diese Welt gekommen zu sein wie wir.
Zusammen machen sie sich auf zum Rasis. Auf dem Weg treffen sie Naraja, der schwer beladen die Straße entlang läuft. Die Kasra-Ruine wird von Naraja allerdings kaum erkannt.

Im Rasis stellt sich die Menschenfrau als Ellenora vor. Auch sie kommt aus Mittelerde. Kasra weiß nicht mehr was mit ihm passiert ist. Das Letzte, an das er sich erinnert, ist das Feuerelementar, welches ihn erwischt hat.
Ellenora berichtet, dass sie dem berühmten Sänger Gurnhelm gelauscht hat, von dem man sagt, dass seine Lieder zu Bildern werden. Bei Ellenora war es auch so, bis die Musik verstummte und die Bilder Realität wurden.

Tirdas, Lewelljen und der Kronk folgen der Sklavenprozession die Treppen herab in die Unterwelt Richtung Sklavenmarkt. Die Sklavenkäfige werden von den dunkelhäutigen Zwergen mit dem feuerroten Haar getragen und von 4 Ifriti sowie 4 Feuerriesen bewacht.
Die Prozession zieht an einem Haus vorbei, vor dem 2 Gestalten in schwarz gepanzerten Rüstungen auf die Sklaven deuten und auch darüber sprechen zu scheinen. Lewelljen macht Tirdas und Kronk darauf aufmerksam, da nicht sicher ist, ob sie die Interessenten sein könnten, welche die „heiße Ware“ erwerben wollten.
Diese beiden folgen nun auch der Prozession. Tirdas fällt dabei plötzlich ein, dass er einen Beutelschneider erwerben möchte und geht schnell einem Geschäft nach um einen zu erstehen. Danach folgt er der Prozession auch wieder. Lewelljen fällt eine Sänfte auf, welche seitlich abgestellt ist, dass sie einen guten Blick auf die gewundene Treppe hat, und die Vorhänge der Sänfte bewegen sich, wo sich jemand offensichtlich auch für die Sklaven interessiert.
Tirdas schaut sich selbst interessiert nach potentiellen Opfern um, an denen er seinen neuen Beutelschneider ausprobieren kann. Er entscheidet sich für einen der schwarz Gepanzerten, doch kaum setzt er seinen Beutelschneider an, kommt Bewegung in den Gepanzerten und Tirdas versucht unvermittelt abzutauchen und sich unauffällig zu entfernen. Doch der gepanzerte zeigt auf Tirdas und ruft: „Du da, ich sehe dich!“ Tirdas scheint ein rotes leuchten unter dem Visier wahrzunehmen und versucht nun zu rennen. Nun lacht der Gepanzerte grölend und fragt: „Noch jemand, der sich versuchen möchte?!“ Doch dann dreht er sich wieder um und folgt weiter der Prozession. Tirdas erholt sich von seinem Schreck und versucht Kronk und Lewelljen wiederzufinden, die der Prozession weiter bis zum Sklavenmarkt folgen.

In der Raststätte wurde die erste Flasche Schnaps inzwischen geleert. Ellenora findet in einem ihrer Beutel Kasras Ring. Naraja warnt sie sogleich vor dem Ring, ihn nicht zu benutzen. Naraja erzählt Ellenora kurz was bisher hier passiert ist.
Eine kleine Gruppe kommt aufgeregt in das Rasis. Während sie etwas zu trinken bestellen, erzählen sie lauthals von der Sklavenprozession und das eine Sklavin mit 20000 Gold ausgepreist ist.
Kasra wird von Rasi neu eingekleidet. Naraja und Ellenora gehen Richtung Sklavenmarkt, während Kasra sich ausruht.

Auf dem Sklavenmarkt kann Naraja die metallisch erscheinenden Tätowierungen, die sich seitlich über Chintas nacktem Körper ziehen, gut erkennen. Die Leute gaffen. Am Rande des Geschehens treffen die Gruppenmitglieder wieder zusammen. Lewelljen hat mal wieder etwas auszusetzen. Diesmal ist es die Tatsache, dass Kasra die verschleierte Solaja mit zum Sklavenmarkt gebracht hat.
Ellenora stellt sich kurz der Gruppe vor. Während Tirdas versucht den schwarz Gepanzerten nicht weiter unter die Augen zu kommen, beobachtet die Gruppe, wie Jasmina in die Reihe der normalen Sklaven gestellt wird. Chinta wird zu den besonderen Sklaven gestellt. Diese stehen in den Bögen eines Domgebäudes, in dem auch die Sklavenauktion stattfinden soll.
Wir begeben uns mit der Menschenmenge vor diese Käfige. Chinta signalisiert durch ein leichtes Zwinkern, dass sie uns gesehen hat. Da die Auktion erst in 19 Stunden beginnen soll, begeben wir uns in Rasis Gaststätte zurück.

Im Rasis nimmt sich Tirdas den verbrannten Körperstellen von Kasra an. Nach erfolgreicher Heilung trinken die Gefährten noch etwas. Ellenora gibt eine grandiose Vorstellung ihrer Gesangs- und Harfenkunst, was den Kronk zu einem Tänzchen mit Nuemi verleitet.

Während die Anderen noch zusammensitzen und Ellenora weiter versucht etwas über den Ring zu erfahren, geht Lewelljen zum Sklavenmarkt. Dort angekommen sieht er die beiden schwarz Gepanzerten, die sich zu Chinta begeben.
Der Eine der Beiden gibt seinen Umhang durch die Gitterstäbe. Der Aufseher-Ifrit will das verhindern, doch der Zweite der schwarz gepanzerten packt den Ifrit am Arm und kann ihn lässig von irgendwelchen Aktionen abhalten. Die Situation entspannt sich, als der erste der Ritter einen Elfenbeinstab mit haradaischen Schriftzeichen vorzeigt. Dieser verabschiedet sich von Chinta und verlässt den Schauplatz mit seinem Wächter.
Nach einer kurzen unergiebigen Unterhaltung zieht Lewelljen wieder ab zum Rasis. Auf jeden Fall scheinen sich Chinta und die Ritter bereits zu kennen.

19. April:
Naraja kauft sich ein Kurzschwert aus Mithril. Am Sklavenmarkt angekommen hören wir das Getuschel der Leute über Chintas neuen Umhang. Eine Sklavin, die zum Verkauf steht und nicht nackt ist!
Auch die Sänfte, die uns gestern schon aufgefallen ist, kommt zur Auktion.

Da Naraja zu spät kommt, muss er sich einen Logenplatz nehmen. Dort kann er den Mann aus der Sänfte sehen. Dieser hat einen schwarzen Stab mit einem Hundekopf.
In der Menge gehen die Gerüchte um, welche hohen und mächtigen Herren hier schon gesehen wurden. Der Ifrit des Sultans sogar oder Meister Futu, der Besitzer des purpurnen Schleier. Das Haus der Sterne hat wohl ebenso einen Vertreter geschickt.
Auch die beiden schwarzen Ritter sind zugegen.

Chinta wird hereingeführt. Sie ist noch in dem roten Gewand gekleidet, lässt auf dem Podest aber ihre Hüllen fallen. Das Anfangsgebot beträgt 21000 Goldstücke, welche vom Himmelsschiffkapitän Robur aus dem Reich der Sternenkrone geboten werden, der uns ein paar Tage zuvor eine Überfahrt angeboten hatte. Mittendrin bietet Kasra mit: 21200 Gold, wird jedoch nach einer ewig scheinenden Pause überboten. 24000 Gold und der Hohepriester des Seth, derjenige mit seinen Dienerinnen und der Sänfte (finstere alt-taramenetische Gottheit) bietet mit. Der schwarze Ritter, der Hohepriester und der Herr Abed Al dar – der Abgesandte des Sultans – bieten am Schluss mit. Bei 40000 Gold steigt der Abgesandte des Sultans aus. Chinta wird für 45000 Gold an den schwarzen Ritter verkauft. Der Hohepriester ist erbost darüber den Zuschlag nicht bekommen zu haben und rauscht davon.

Naraja sucht das Gespräch mit den Tempeldienerinnen des Hohepriesters, der in der großen Pyramide zu finden zu sein scheint, wie man Naraja mitteilt. Eine Tempeldienerin lässt ein Ankh für Naraja auf den Boden fallen, welches er an sich nimmt (ein Zeichen des Lebens). Naraja sucht die Gruppe um Bericht zu erstatten.

Chinta wird den schwarzen Rittern übergeben, welche eine Sänfte herbeirufen und Chinta wieder den Umhang reichen. Naraja trifft zufällig auf die Ritter und Chinta und versucht ein informatives Gespräch zu führen. Zumindest eine Einladung zur großen Feier kann Naraja dem Ritter aus den Rippen leiern. Der Anführer der zwei Ritter stellt sich Naraja als Melni Bonor vor.
Ellenora schließt zu Naraja und den Rittern auf, um Chinta zu Ihrem Freikauf zu gratulieren. Kronk versucht vergeblich sie davon abzuhalten. Auch Kasra versucht Ellenora aufzuhalten. Vergeblich… Kronk versucht die Situation zu retten nachdem Ellenora auch noch nach „dem Plan“ fragt. Jedoch erscheint die Geschichte von der verwirrten Schwester nicht sehr überzeugend. Also werden der Kronk, Naraja, Ellenora, Tirdas (Ritter: „Dich kenne ich“) und Kasra „eingeladen“ mitzukommen… Die Situation wirkt bedrohlich. Lewelljen hält sich dezent zurück. Der Botschafter fordert die Gruppe auf ihm zu folgen.

Die Gruppe wird ins Fremdenviertel geführt und in Villa des Botschafters gebracht. Dort stellen sich alle vor. Die Gruppe berichtet Melni Bonor wieso Chinta auf dem Sklavenmarkt angeboten wurde und von der Verschwörung um die Dämonentänzerin. Der Botschafter hat sein gesamtes Geld für Chinta ausgegeben, das eigentlich für einen Friedensvertrag mit dem Sultan gedacht war. Der Botschafter vom Reich der Sternenkrone hat Probleme mit den Korsaren des Feuermeers. Die Gruppe beschließt Melni Bonor zu helfen, indem sie die Verschwörung aufklärt und dies als Vorteil für den Vertrag nutzt.

Danach brechen die Gefährten auf um Jasmina zu befreien, Der Tiefling und Kronk holen die Sachen von Rasi und die beiden Frauen um diese zum Botschafter zu bringen, wo das künftige Lager ist. Die Anderen gehen zum Sklavenmarkt und beschließen diejenigen zu verfolgen, die sich als Käufer von Jasmin zu erkennen geben. Die Gruppe stellt nach der Verfolgung fest, dass sie an ein Bordell verkauft wurde.

Nachdem die Gruppe sich wieder zusammen gefunden hat, brechen alle auf um Jasmina zu befreien und kommen an das Bordell mit der angeschlossenen Bar an. Dort befindet sich ein Treff der Korsaren vom Feuermeer. Man betritt die Bar. Chinta wird prompt erkannt, doch geschicktes dumm stellen verschafft hier Abhilfe. Chinta fällt es leicht eine Schlägerei, die der Ablenkung dienen soll, zu provozieren. Der Kronk rastet völlig aus und zerlegt große Teile der Besucher nebst Einrichtung. Kasra steckt harte Treffer ein und Ellenora inspiziert die Nebenräume. Tirdas und Naraja schleichen zur Tür zum Hof um ins Bordell zu gelangen. Lewelljen beobachtet die Szenerie. Ellenora und Chinta ziehen sich ebenfalls an den Rand zurück, um dem Kampfgeschehen zusehen zu können. Da Kasra hoffnungslos unterlegen ist, greifen nun Chinta, Lewelljen und Ellenora ein, um ihm zu helfen – vergeblich; Lewelljen ist halt ein Kämpfer des Geistes und kein körperlicher Kämpfer. Kronk rennt durch die Theke und pflanzt Furcht in die Herzen der Schläger.

Im Hof finden Tirdas und Naraja zeitgleich zur Schlägerei einen Hund und das Rotlichthaus. Dies ist ihr neues Ziel. Der erste Raum scheint eine Art Begrüßungsraum zu sein, wo sich einige halb und ganz nackte Frauen räkeln. Nach kurzer Suche wird Jasmina gefunden und befreit. Die Rettungstruppe entflieht durch ein Fenster zur Straße.
Die Gruppe entflieht mitsamt der befreiten Jasmina zur Botschaft. Nuemi ist überglücklich und die Schwestern schließen einander in die Arme.

Und Lewelljen hat noch nicht mal etwas Licht gezaubert.

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azraelis

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